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- mit freundlicher Genehmigung verwendet © UltimateGuitar

Ian Gillan: "Morocco ‚könnte mein unartiges freies Wochenende sein'

Einige haben das Glück, in Gegenden zu leben wo große Acts auf häufiger Basis durchziehen, aber Andere haben das nicht. Wie auch immer, gewisse Künstler legen es darauf an, diesem Trend entgegen zu wirken. Für die zweite Fortsetzung von ‚Hit The Lights', das beabsichtigt, die Heldentaten solcher Künstler aufzuzeichnen, sprechen wir mit einem Sänger für den das Wort ‚legendär' als nicht übertrieben erachtet würde. Der Mann machte eine Tour durch die Sowjetunion vor dem Fall der Berliner Mauer 1989 neben einem Katalog von anderen bemerkenswerten Terminen, und bis zum heutigen Tage macht er mit dem Touren weiter in den Teilen der Welt die oft vernachlässigt sind. Der Haupterfolg dieses Mannes liegt bei Deep Purple, aber sein langer Lebenslauf rühmt sich zusätzlich einer Arbeitsperiode bei Black Sabbath, nicht zu erwähnen eine lang andauernde Solokarriere. Und sein Name? Ian Gillan.

Die letzte volle Länge von Original Solo Material von Ian Gillan, nämlich "Dreamcatcher", wurde im späten 1997 herausgebracht. Wenn man die Uhr um beinahe eine Dekade zum späten Dezember 2005 vorwärts dreht, saß Gillan mit seinem Freund Tommy Djiubinski, der wiedererzählte wie Oscar Schindler dort während der Mitte des 20. Jahrhunderts tätig gewesen war, in einem Cafe in Krakau, Polen. Eine Frau, die hinter Djiubinski ging, fing Gillans Auge und lenkte die Aufmerksamkeit des Sängers ab. "Entschuldigung, was sagtest du?" fragte Gillan, worauf sein Freund antwortete "Ah, Ian du hast ein Auge auf Marokko". Gillan entschuldigte sich, und die Konversation ging weiter, aber Gillan war neugierig bezüglich der Phrase und fragte Djiubinski darüber. Djiubinski gab Gillan die vollständige Phrase, die lautet "Man hat ein Auge auf Marokko und das andere auf den Kaukasus". Die Zwei konnten über seine Ursprünge nur vermuten, dennoch legte Gillan die Phrase für zukünftige Erwähnung in den Akten ab.

Drei Jahre später, am 10. Juni 2008, starb Brenda, die Mutter von Bassist Roger Glover, was eine ungeplante Unterbrechung im Tourplan von Deep Purple verursachte. Gillan machte verschiedene Anrufe und diskutierte die Möglichkeit eines neuen Albums. Insgesamt konnte sich Gillan achtunddreißig Tracks in verschiedenen Stadien der Vollständigkeit rühmen. Die Hälfte davon wurde abgezogen dank der Tatsache dass sie zu viel Arbeit in der zugeteilten Zeitspanne brauchten, während andere auf die verkürzte Liste gesetzt wurden. Von einem speziellen Titel, unbenannt und ohne Text, fühlte Gillan dass er der Kern des Projektes werden sollte. Zusammen mit Steve Morris geschrieben, wurde der Song "One Eye To Morocco" betitelt, und die Phrase lieh zusätzlich ihren Titel dem Namen des Albums. Proben fanden statt für den größten Teil einer Woche in Buffalo, New York. Darauf folgend reiste Gillan mit seiner Solo Gruppe über die Peace Bridge und fuhr entlang dem Ontariosee nordwärts zu den Metalworks Studios in Mississauga, Ontario, Kanada. Dort wurden die Backingtracks in drei Tagen aufgenommen. Die Aufnahmen für das Album wurden daraufhin mit dem Produzenten Nick Blagona in seinem Studio im nahegelegenen Dundas, Ontario, Kanada vollendet. Edel, der internationale Unterhaltungs-Verlag von earMusic veröffentlichte "One Eye To Morocco" in ganz Europa am 6. März 2009, während die UK-Veröffentlichung 14 Tage später am 23. März erfolgte. Mittlerweile hat Eagle Records seine Veröffentlichung für den 31. März vorgemerkt. Gillan ist kürzlich als Teil von Deep Purple durch Südamerika getourt und kämpfte mit einer Erkältung. Ultimate-Guitar's Robert Gray telefonierte mit dem Sänger von Deep Purple in seinem Haus in Lyme Regis, Dorset, am 13. März um 15:30 MGZ und suchte weitere Informationen bezüglich "One Eye To Morocco".

UG: Hallo. Kann ich bitte mit Ian sprechen?

Ian Gillan: Wer ruft an?

Dies ist Robert Gray, und ich habe ein Interview mit Ian geplant auf halb Vier.

Haben Sie angerufen? Es tut mir leid - der Interviewer direkt davor hat seine Zeitnische um annähernd drei Minuten überzogen; daher tut es mir leid wenn Sie früher angerufen haben. Trotzdem ja, ich bin dran. Nur eine Frage allerdings; warum wollen Sie mit mir reden? Wie meinen Sie das?

Nun, Sie arbeiten für Ultimate-Guitar.com.

Ja, das ist richtig.

Ich war neugierig, das ist alles. Gitarrenmagazine fragen mich nicht sehr oft nach einem Interview.

In Kürze, die Leser sind an Ihrer Arbeit interessiert - offensichtlich, Sie sind bekannt als der Sänger von Deep Purple und so weiter. Auch denke ich, dass ‚One Eye To Morocco' ein gutes Album ist, und Ultimate-Guitar.com hat schon vorher Interviews mit Sängern wie Roger Daltrey und so weiter durchgeführt.

Ok (lacht). Cool.

Wie auch immer, wie geht es Ihnen Ian?

Es geht mir gut. Wenn ich in Husten ausbreche, dann ist das wegen der Tatsache dass ich gerade eine stinkende Erkältung loswerde. Ich bin gerade von Südamerika zurückgekehrt, und alles ist großartig. Deep Purple touren wieder einmal, daher sind wir alle glücklich.

Sie sagten dass ‚One Eye To Morocco' seine Wurzeln im späten Dezember 2005 hat. Sie waren in einem Cafe das sich in Krakau, Polen befindet, und hatten ein Treffen mit Ihrem Freund Tommy Djiubinski. Wie kam es dass dieses Treffen den Titel des Albums inspirierte?

Das war ungefähr vor vier Jahren und war, wo ich die Phrase "One Eye To Morocco" zu hören bekam. "One Eye To Morocco" war die Hälfte einer kompletten Phrase, die lautet "Man hat ein Auge auf Marokko und das andere auf den Kaukasus". Zu der Zeit schien es für mich eine gute musikalische Metapher zu sein; der Kaukasus könnte Deep Purple entsprechen, und ‚Marokko' könnte sozusagen mein unartiges freies Wochenende sein. ‚One Eye To Morocco', das Album selber, wurde im letzten Sommer aufgenommen. Rogers Mutter war sehr krank, und starb in der Tat. Aus diesem Grund war eine Pause im Tourplan von Deep Purple. Während dieser Pause reiste ich mit den achtunddreißig Titeln die ich in der Sammlung hatte, nach Buffalo, New York. Die Titel durchliefen dann einen Prozess der Auslese und wurden zurückgestutzt. Darauf folgend wurden die Titel geprobt und in einer kurzen Zeitspanne aufgenommen.

Sie sagten dass ‚One Eye To Morocco' Ihr unartiges freies Wochenende wäre. Haben Sie schon seit einiger Zeit gehofft ein neues Solo Album aufzunehmen?

Das war irgendwie ironisch, aber nein, nicht wirklich (lacht). Ich schreibe eine Menge, also wächst die Sammlung. Trotzdem ist keiner der Titel die ich schreibe für einen besonderen Zweck geschrieben, und sicherlich nicht für Deep Purple - wir schreiben nicht auf diese Weise. Ich war ziemlich glücklich nur als Teil von Deep Purple zu arbeiten; es ist so aufregend geworden in der letzten Zeit mit diesen Musikern zu arbeiten, also hatte ich nichts geplant. Wirklich hat sich die Gelegenheit einfach ergeben, also mussten wir dem Projekt schnell einige Überlegung widmen, und diskutieren wie man ‚One Eye To Morocco' zur Realität machen konnte. Zusätzlich war Nick Blagona verfügbar, dem ich bedingungslos vertraue. Anschließend entschieden wir, wie wir ‚One Eye To Morocco' aufnehmen würden. Ich wollte nicht dass das Album eine Rock Gruppe beinhalten sollte, da es zwecklos schien sich in diese Richtung zu wagen. Natürlich ist, wenn du dich gegen eine Rock Gruppe entscheidest und dich gegen improvisierte Gitarrensolos entscheidest, das schlussendliche Resultat eine völlig andere Kreatur.. Mir gefiel das Resultat ziemlich gut. Ich wusste nicht genau was es war, obwohl ich wusste dass ich nicht wollte dass ‚One Eye To Morocco' ein Rock Album ist.

Vor zwei oder drei Wochen nahm ich an einer Fotosession in Mailand teil, Tatsächlich war es ziemlich seltsam. Ein paar Mädchen waren anwesend, so wie meine persönliche Assistentin, die Friseuse, die Stylistin, die Übersetzerin, und so weiter und so weiter. Leise im Hintergrund spielten sie ‚One Eye To Morocco'.. Sie plauderten über dem Album, und niemand hörte wirklich zu. Trotzdem sah ich etwas aus meinem Augenwinkel heraus; ich versuchte mich auf die Fotos zu konzentrieren die von mir gemacht wurden und bemerkte, dass sich all ihre Popos bewegten. Ich dachte "Ahh, Mission hier erfüllt". Das ist genau was ich wollte. Im Gegensatz zu dem Deep Purple-artigen Material, könnte man ‚One Eye To Morocco' als mehr drängend bezeichnen. Das Album ist viel intimer, und verführerischer.

Ich möchte zustimmen. Der Gesang auf ‚One Eye To Morocco' ist ziemlich rhythmisch, meiner Meinung nach.

Die Kunst der Rhythmusgitarre, die ich liebe.

Sie sagten dass Sie dank dem Umstand dass Rogers Mutter traurigerweise gestorben ist, die Gelegenheit hatten, ‚One Eye To Morocco' aufzunehmen. Warum haben Sie sich dafür entschieden ein neues Album in dieser freien Zeit aufzunehmen? Wenn Sie es gewollt hätten, hätten Sie doch sicher ein paar Monate frei nehmen können.

Nun ja. Das ist zu lange, und ich habe ohnehin viel Zeit zusätzlich freigenommen um ‚One Eye To Morocco' aufzunehmen. Das Album brauchte nicht so lange um es zu realisieren. Ich hatte auch einige Zeit frei um Weihnachten - ich legte meine Füße hoch, hatte ein paar Drinks, und sah mir Fußball im Fernsehen an. Für ungefähr sechs Wochen arbeitete ich überhaupt nicht. Trotzdem schreibe ich die ganze Zeit, mit Musik die ungefähr fünfundzwanzig Prozent meiner Arbeitszeit in Anspruch nimmt, denke ich. Den Rest der Zeit arbeite ich an unterschiedlichen Dingen, von dem das meiste gar nicht an die Öffentlichkeit kommt.

‚One Eye To Morocco' ist Ihr erstes Soloalbum mit originalem Material seit 1997. Wie vergleicht es sich mit dem älteren Solomaterial das Sie über die Jahre aufgenommen haben?

Nun, jedes Album hat sich als musikalisch unterschiedlich herausgestellt. Ich habe Gruppen-Material als Teil von Gillan während der Siebziger und Achtziger aufgenommen, hörte auf als ich kein Teil der Deep Purple Besetzung war. Folglich denke ich dass arbeiten mit einer Rock Gruppe, oder Musikern im Rock Stil, oder einer Standard Besetzung ziemlich natürlich war insofern als es Keyboards, Gitarren, Schlagzeug und Bass betrifft. Darauf folgend nahm ich etwas komplett Unterschiedliches mit Roger Glover auf, genannt ‚Accidentally On Purpose' (1988), von dem ich denke dass es wahrscheinlich die großartigste Aufnahme ist die ich je in meinem Leben gemacht habe… Der großartigste Auftritt den ich jemals gemacht habe wurde von nur vierzig Leuten miterlebt, und die großartigste Aufnahme die ich jemals in meinem Leben gemacht habe, hat nur ungefähr fünftausend Kopien verkauft. Dann habe ich ein Album genannt ‚Dreamcatcher' (1997) aufgenommen, auf dem wirklich gute Titel drauf sind. Wie auch immer, ich hatte kein Budget, ich hatte keine Plattenfirma, und ich hatte keinen Produzenten. Leute die sich in solchen Dingen auskennen haben Kommentare gemacht bezüglich wie ähnlich ‚Dreamcatcher' zu ‚One Eye To Morocco' ist, mit Ausnahme der Produktion.

Warum haben Sie das Gefühl dass ‚Accidentally On Purpose' wahrscheinlich das großartigste Album ist, das Sie je aufgenommen haben, obwohl es nur grob geschätzt fünftausend Kopien verkauft hat?

Es ist ein subjektiver Standpunkt. Ich denke es ist unmöglich deine eigene Arbeit so zu sehen wie andere deine Arbeit sehen, und sehr oft unterliegst du dem Umstand, dass die tragisch hippen, trendy Schreiber, oder wer auch immer es sein mag, entscheiden, dein Werk entweder zu loben oder zu verwerfen. So weit der kommerzielle Aspekt betroffen ist, wirst du von einer Zuhörerschaft auf der Basis deiner Live-Darbietungen beurteilt, also sind da keine diesbezüglichen Probleme. So weit andere Aufnahmen betroffen sind, müssen Sie wirklich Ihr eigenes Urteil bilden. Jeder Titel den man schreibt ist wirklich wie die Geburt eines Kindes, und manche mögen gut oder schlecht sein, obwohl man sie trotzdem alle lieben muss.

Rock ist ein schwieriges Genre für Musiker zu spielen, und ist eine universelle Erfahrung. Ich kenne nicht viele Leute, jedenfalls nicht viele von meinen Freunden, die zu Hause viel Rock Musik spielen, oder jemals gespielt haben. Wenn Sie nach den frühen Tagen urteilen, als Teil des Blues, oder was auch immer es sein mag, dann wurde Rock immer gespielt, aber niemals exklusiv. Ich bringe eine Deep Purple Aufnahme nach der anderen heim, und meine Familie und Freunde haben dazu bemerkt "Hmmm, yeah…Cool" aber das wird das letzte Mal sein dass diese Aufnahme gespielt wird. Dann touren wir um das Album zu supporten, und vergessen es. Dasselbe galt für meine anderen Solo Aufnahmen - sie sind zu anspruchsvoll, und können nicht im Hintergrund gespielt werden (lacht). Allerdings habe ich ‚Accidentally On Purpose' heimgebracht, und wenigstens in meinem Freundeskreis wurde es die meistgespielte Aufnahme die ich jemals in meinem Leben gemacht habe. ‚One Eye To Morocco' fällt genau in diese Kategorie, obwohl mein Urteil offensichtlich rein subjektiv ist. Es wäre lächerlich, keinen Standpunkt zu haben, oder?

(Lacht) Ärgert es Sie, dass immer wenn Sie als Solokünstler aufnehmen, es jedes Mal gegen Ihr Deep Purple Material gemessen wird? Wenn Leute Ihre Soloalben anhören, ärgert es Sie dass manche keinen offenen Geist haben könnten, und Deep Purple im Kopf haben sogar bevor sie angefangen haben die fragliche Aufnahme zu hören?

Nun, ich habe noch nie jemanden getroffen der das tut. In Wahrheit denke ich dass es wahrscheinlich ein Missverständnis darüber gibt, was heutzutage eine Deep Purple Zuhörerschaft ist. Ich habe kein langes Haar bei einer Deep Purple Show seit ungefähr fünf Jahren mehr gesehen, und ich habe ebenso keine dunklen T-Shirts gesehen. Das Durchschnittsalter unseres Publikums ist ungefähr achtzehn Jahre, und sie scheinen extrem aufgeschlossen zu sein, und extrem Freude liebend. Sie singen mit, und geben eine Menge Energie. Es ist sicherlich nicht das Publikum von früher.

Sie fühlten dass ein Titel der Kern des ‚One Eye To Morocco' Projektes war. Der Titel besaß nur Musik zu der Zeit, und wurde später das Titellied des Albums. Wie brachte Sie die Musik des Stücks dazu, zu fühlen, dass es der Kern des Projektes werden sollte?

Nun, das war in meinem Kopf. Es wurde nicht ‚One Eye To Morocco' genannt, obwohl ich tatsächlich vergessen habe wie es genannt wurde - es hatte nur eine Zahl, denke ich. Ursprünglich beinhaltete das Projekt achtunddreißig Titel, und das war die Nummer die herausragte. Ich dachte "Alles muss dem entsprechen, und das ist das Kriterium". Wenn ein Titel zu dem passte was letztendlich ‚One Eye To Morocco' war, dann kam es auf das Album, oder zumindest auf die kurze Liste. Wenn der Titel nicht zu ‚One Eye To Morocco' passte, dann kehrte der Titel in die Sammlung zurück. Ich bin glücklich dass das Album diesen Prozess durchlief, da sich alles so anfühlt als gehörte es in denselben Raum zur selben Zeit. Es klappte sehr gut.

Viele der Titel auf ‚One Eye To Morocco' wurden zusammen mit Steve Morris geschrieben, oder mit Michael Lee Jackson. Wie würden Sie die songschreiberische Chemie zwischen Ihnen und diesen Jungs beschreiben?

Nun, sie sind wirklich Kumpel. Interviews haben Ähnlichkeiten zu der Chemie beim Songschreiben; die meisten guten Interviews ähneln in hohem Maße Gesprächen, und sind keine Frage-und-Antwort-Angelegenheiten. So weit Kumpel betroffen sind, ist der Grund für die Chemie zwischen Steve und mir basierend auf Bier. Er reist von Liverpool herunter, und wir beide verbringen einige Tage mit Arbeit im Studio. Er sagt "Wie wär's damit?". Ich antworte "Ah, cool" und arbeite folglich an der fraglichen Idee. "Wie wär's damit?" sage ich, und Steve antwortet "Aye. Yeah, ok". Dann nehmen wir einige Ideen hum-di-dum auf, und was ich Kauderwelsch Texte nenne. Ich kümmere mich mehr um den Klang der Worte, und ebenso der Melodien, um die Struktur, die Arrangements und die frühen Stadien, als ich mich um die tatsächlichen Texte selber kümmere. Die Texte selber werden später geschrieben. In der Tat wird ein Titel, wenn er nicht wirklich zu einem ziemlich späten Zeitpunkt der Entwicklung bezüglich Kauderwelschtexte ist, und ein ziemlich vollständiges Arrangement bezüglich Melodien, Strophen und Refrains hat, nach ungefähr zwanzig Minuten ohnehin weggeworfen. Wenn es nach ungefähr zwanzig Minuten eine Anstrengung wird, dann wird der Titel nicht natürlich sein. In dieser Hinsicht teilen Steve und ich eine ähnliche Herangehensweise an das Songschreiben.

Steve ist ziemlich sehr ein Rocker, und mag es wummernde Schlagzeuge und Gitarrensolos überall hinzuzufügen. Als wir ‚One Eye To Morocco' aufgenommen haben war das der Grund dafür, dass wir ihn aus dem Studio verbannt haben, da ich nicht wollte dass auf dem Album solche Arten von Gestaltungen sind. Michel Lee Jackson ist Amerikaner, und übernimmt viel von diesem Blues des Amerikanischen Südens und dem Gefühl des Southern Rocks, das wir in England nicht haben. Trotzdem gab er infolgedessen eine Menge. Als er Teil der Gruppe während meiner letzten Solo Tour in den USA war, spielte er einen Titel genannt "Texas State Of Mind". Ich dachte "ich werde das für meine nächste Aufnahme stehlen", da ich das alleine nicht hätte schreiben können, oder mit Steve Morris, oder irgendetwas. "Texas State Of Mind" ist ein rein amerikanischer Beitrag, und doch kann ich die Nummer interpretieren und mich sehr gut dabei fühlen. "Texas State Of Mind" ist ein Road Song , und es geht um einen Kerl der geil wird während er hinunter fährt um seine Freundin zu sehen. Das ist eine Emotion die jeder verstehen kann.

Also haben Sie das Gefühl dass Songschreiben extrem natürlich ist, und organisch?

Organisch, ja. Wie ich sagte, es hat größtenteils mit Bier zu tun, und ist zufällig ein Hobby, sozusagen. Wirklich verbringe ich ungefähr fünfundzwanzig Prozent meiner Zeit damit, Musik zu schreiben, und ich schreibe andere Dinge während der restlichen Zeit. Ich hatte noch immer viel freie Zeit, also ist Songschreiben etwas das wir sehr gerne tun. Wenn man ein Schriftsteller ist, liebt man es zu schreiben, wenn man ein Songschreiber ist, liebt man es Songs zu schreiben. Wenn man ein Maler ist, dann gilt dasselbe. Ich habe andere Dinge, die ich in meinem Leben tue - ich mache gerne Möbel. Ich bin ziemlich gut mit Holz, also schustere ich, wenn ich die Gelegenheit habe, Möbelstücke zusammen. Wir haben keinen Mangel an Möbeln, wenn Sie wissen was ich meine.

Lesen Sie viele Bücher?

Ja, das tue ich auch sehr viel. Absolut.

Haben Sie kürzlich irgendwelche speziellen Bücher gelesen?

Nun, ja. Achtzig Prozent der Bücher die ich lese sind mit der Forschung in den zwei Themen verwandt, für die ich die meiste meiner Zeit aufwende, und das sind Wissenschaft und Theologie. Heutzutage ist das viel einfacher, da ich nicht so oft in die Bücherei gehen muss oder wie auch immer, und viel mehr Recherche online machen kann. Ich würde jedermann empfehlen, Edwin Abbots ‚Flatland' (1884) zu lesen, das Lesern eine komplett neue Perspektive nicht nur zur Viktorianischen Kultur sondern zu unserem Verständnis der Dimensionen in einer einfachen, einfachen Weise geben kann. Bezüglich dem Rest des Materials, ich lese nur Ramsch, Schund und so weiter. Genau jetzt lese ich ‚The Ground Beneath Her Feet' (1999) von Salman Rushdie.

Wie entwickelt sich der Roman so weit?

Er ist Mist…Nun, er ist kein Mist. ‚The Ground Beneath Her Feet' ist wunderschön geschrieben, aber er ist nicht so schön mit einem Understatement geschrieben wie John Le Carré, den ich als den bei weitem besseren Autor ansehe als Salman Rushdie. Rushdie ist großartig, aber bei Gott, er schwafelt (lacht).

Warum bevorzugen Sie John le Carrés Art, Romane zu schreiben?

John Le Carré schwafelt nicht, und er kann sich in jeder Hinsicht ebenso gut ausdrücken wie Rushdie. Tatsächlich kann er sich besser ausdrücken, da er eine mehr impressionistische Art von Bild mit seinem Federstrich malt als Rushdie. Trotzdem kann Rushdie dich dazu bringen, dich in zu verlieren in einem netten… von Zeit zu Zeit lache ich in mich hinein wegen seiner Charakterisierungen.

Warum haben Sie bewusst vermieden, eine Rock Rhythmus Sektion auf ‚One Eye To Morocco' zu verwenden?

Nun, es wäre lächerlich gewesen. Wenn ich ein Rock Album aufnehmen wollte, denke ich nicht dass ich tatsächlich eines gemacht hätte. Im Moment bin ich mit Deep Purple sehr erfüllt was all den Rock angeht den ich verdauen kann, und mit all den Herausforderungen weil jede Show jede Nacht unterschiedlich ist. Jede Show ist in einem solchen Ausmaß unterschiedlich, dass es Angst machen kann da oben auf der Bühne. Ich bin ebenso erfüllt in dieser Richtung. Ich denke, da kam eine Zeit als sich alles änderte.

Ich hörte viel Blues, viel Rhythm and Blues, viel Tamla und Motown, viel Soulmusik, viel Rock and Roll, und viel Jazz in meinen prägenden Jahren. Ich wuchs auf mit Musik: Mein Großvater war Opernsänger, und mein Onkel war ein Jazzpianist. Als Kind war ich ein Knabensopran im Kirchenchor, also verstand und schätzte ich viel Musik in meinen prägenden Jahren. Daraufhin wurde alles kategorisiert, und schlussendlich verändert in ein Genre genannt Heavy Rock, und später Heavy Metal. Es wurde eine Generations-Angelegenheit, ob es nun Heavy Metal war, Grunge oder was auch immer. Viel von diesem Material wurde beherrscht von Rhythm Sektionen, und von theatralischen Gitarrensolos. Es ging mehr um die Einwirkung und die drängende Natur dieser Kraft, und all das. Das ist brillant, und ich habe kein Problem mit all dem. Ich war selber so viele Male in dieser Situation, aber da gibt es so viele Sackgassen in die man sich hineinwagen kann, so weit das betroffen ist, und da gibt es nur so und so viele Solos die man um einer Sache willen aufnehmen kann.

Ich wollte wirklich dass die Musik auf andere Art unterstützt wurde, also vermied ich eine Rock Rhythmus Sektion. Ich wollte Ringo Starr am Schlagzeug, sozusagen, und wollte dass die Stimmung nicht immer durch eine Gitarre eingefangen wurde, sondern vielleicht durch ein Flügelhorn oder ein Altsaxophon, oder etwas in der Art. Ich war kein Jota speziell besorgt darüber was man Genre nennen könnte.

Also mögen Sie Ringo Starrs Art Schlagzeug zu spielen?

Haben Sie mich wörtlich genommen (lacht)?

Als Sie das gesagt haben, wünschten Sie dass das Schlagzeug auf ‚One Eye To Morocco' in Starrs Weise gespielt ist?

Nein, nein (lacht). Ich versuchte zu erklären dass ich keine Schlagzeug-Doppelschläge wollte.

Haben irgendwelche Gigs die Sie als Teenager besucht haben, einen riesigen Eindruck bei Ihnen hinterlassen?

Absolut - ich habe gerade kürzlich mit einem Freund von mir darüber gesprochen. Ja, die Rolling Stones. Frühe, frühe Stones-Auftritte. Chuck Berry hat einen Titel genannt "Come On" im Jahre 1961 aufgenommen, und die Stones haben ihn 1963 gecovert. "Come On" wurde ihr erster Hit, und ich sah wie sie den Titel live ein paar Wochen davor bei einem Konzert in Hayes, West Middlesex spielten. Sie standen nur auf einer Eckbühne, und der Platz war einfach eingeklemmt. Ungefähr achtzig oder neunzig Leute müssen im Raum gewesen sein. Die Leute gestikulierten nicht mit den Armen, oder jubelten laut. In jenen Tagen war das Publikum viel cooler, aber die Atmosphäre war elektrisch. Ich erinnere mich wie ich Charlie (Watts, Schlagzeug) gesehen habe, der heutzutage nicht anders aussieht. Bill (Wyman) hielt seinen Bass unterdessen in einer senkrechten Position, und ich dachte dass das wegen des Umstands wäre dass er keinen Platz auf der Bühne hatte. Das Großartige bei (Mick) Jagger war die Wirkung: mit seinen Schlangenhüften und all diesen Dingen sah er optisch sehr beeindruckend aus. Eine andere großartige Sache bei Jagger war sein Harmonikaspiel, das absolut fantastisch war - in jenen Tagen liebte jedermann besonders die Harmonika. Also ja, das ist einer. Ich könnte Ihnen hundert andere geben.

Obwohl Sie hundert andere diskutieren könnten, gibt es einen oder zwei eindrückliche Auftritte an die Sie sich speziell erinnern?

(Lacht) Ja. In meinem Leben war der wichtigste Auftritt für mich meine allererste Show als Teil von Deep Purple, und das geschah im Londoner Speakeasy Club im August 1969. Ungefähr vierzig Leute waren im Publikum, oder vielleicht sechzig wenn man Keith Moon zählt. Trotzdem war es erstaunlich. Ich schaute Roger an und sagte "Junge, das ist es wovon ich geträumt habe, mein Freund. Dies ist die Art von Gruppe bei der man über Jahre, Jahre und Jahre hinweg daran arbeiten kann zu versuchen drin zu sein." Ein anderer Moment an den ich mich erinnere geschah am Ende eines langen Tages in Dublin als Teil von Black Sabbath. Twisted Sister und Motörhead standen auch auf dem Plakat, und es war einer von den klassischen Momenten. Motörheads Besetzung bestand aus Brian Robertson (Ex-Thin Lizzy) an der Gitarre, der in seinen Y-förmigen Unterhosen herumhüpfte und extrem unpassend gegen Lemmy (Kilmister, Gesang) und Philthy (Phil Taylor, Schlagzeuger) aussah. Wir warteten darauf auf die Bühne zu gehen, und Motörhead waren zu der Zeit im Umkleideraum. Brian hüpfte herüber, und sagte "Hey, Mann, wir haben unsere neue Single nicht gespielt". Lemmy erwiderte "Nun, ich habe sie als Zweites gespielt" und Philthy antwortete danach "Nun, ich habe sie als Fünftes gespielt". Das war einfach ein wundervoller, absolut klassischer Moment.

Sie haben erwähnt dass Ihr größter Auftritt vor einem Publikum von vierzig Leuten war. War das Ihr erster Auftritt als Teil von Deep Purple, den Sie gerade diskutiert haben?

Das war die größte Show meines Lebens, ja. Die Erste war unglaublich, ganz sicher.

Gibt es andere vergangene Konzerte, die auch nur in die Nähe Ihres ersten Konzertes als Sänger von Deep Purple kommen?

Nein. Das Erste ist immer das Größte, oder? Absolut. Generell ist das Erste von etwas immer das Größte. Die Erfahrung ist komplett aufregend, und man vergisst keinen einzigen Moment. Es ist einfach erstaunlich, absolut erstaunlich. Man könnte vor einer viertelmillion Leuten aufgetreten sein und gesagt haben "Wow, das ist großartig", oder man hätte eine Tour durch die Sowjetunion machen können bevor die Berliner Mauer gefallen ist. Ich spielte in Fußballstadien für drei Tage mit meiner eigenen Gruppe. Die Dörfer kamen an mit ihrem ganzen Vieh, und wussten nicht was zur Hölle wir waren, oder woher wir gekommen waren. Trotzdem war es ein Ereignis, wie wenn ein Zirkus in die Stadt kommt. Ich spielte drei Nächte in der Olympic Hall in Moskau, und war der erste westliche Künstler der jemals dort auftrat. Ich reiste durch Tschetschenien und Georgien über den Kaukasus nach Machatschkala in Dagestan am Kaspischen Meer. Diese Erfahrungen waren auch überwältigend. Das erste Mal in einem Land, und wirklich das erste Mal von Irgendetwas kommt in den Sinn als die Zeit an die man sich normalerweise erinnert. Aber dann ist natürlich auch jede Nacht auf der Bühne eine neue Erfahrung. Zur Mittagszeit, jeden Tag an einem Konzerttag, bekomme ich Schmetterlinge in meinem Bauch. Trotzdem, nachdem ich all das gesagt habe, der größte Auftritt meines Lebens geschah im August 1969.

Könnten Sie den textlichen Inhalt von ‚One Eye To Morocco' diskutieren?

Das kann ich nicht wirklich, nein. Die meisten der Texte neigen dazu ziemlich rätselhaft zu sein. Zuallererst wurden die Titel geschrieben mit dem Klang der Worte im Sinn. Bedeutung kommt später, also versuche ich Bilder mit Worten zu malen, was der Grund dafür ist dass manche Texte ziemlich flüssig sind. Ein Stück, genannt "Girl Goes To Show" ist mein Lieblingslied auf ‚One Eye To Morocco'. Am wichtigsten ist, das Stück hat eine irgendwie wundervolle Basslinie. Die Basslinie hat eine Art von Reggae-artigem Gefühl, das mich zum Sonnenschein führt. Tatsächlich ist es ziemlich dunkel und brutal (lacht). "Girl Goes To Show" handelt davon, backstage bei einem Auftritt zu sein, aber die Geschichte ist auf eine irgendwie unterschiedliche Art erzählt. Entschuldigung, diese verdammte Erkältung - sie ist beinahe vorüber.

"Change My Ways" wurde tatsächlich vor ungefähr zehn Jahren Deep Purple präsentiert, und es war das einzige Mal dass ich das so gemacht habe. Ich erinnere mich wie Steve Morse (Gitarrist von Deep Purple) den Raum mit einem leisen Lachen verließ und sagte "Ian, erwartest du wirklich dass Deep Purple einen Titel aufnehmen, der nur einen Akkord hat?" Ja, sicher. Warum nicht? (Maurice) Ravel hat das mit Boléro (1928) gemacht. Ich weiß dass er einen Scherz gemacht hat, und ich mache das ebenso zu einem gewissen Ausmaß. Trotzdem ist "Change My Ways" ein ziemlich wichtiger Titel, da er zu einer Zeit geschrieben wurde als ich reifte. Ich erkannte dass ich Texte auf eine unterschiedliche Art betrachten musste, und fortkommen musste vom Syndrom der Schnellen Autos und Leichten Mädchen. Wenn man etwas zu sagen hat, dann sind solche Texte noch immer interessant, obwohl sie als Angewohnheit ein bisschen zu einem Klischee werden. Der Titel bietet Beobachtungen darüber wie wir uns vom Kalten Krieg zur Globalen Erwärmung verändern, und wie ich meine Art und Weise verändere, oder es muss, und wie Musik sich verändert hat. Wie auch immer hat sich die Musik ironischerweise nicht verändert, da alles auf einem Akkord geschrieben wurde, die Dynamik und das Gefüge wurden durch Lautstärke, Breaks, Grooves und Dinge dieser Art geschaffen. Am Ende beinhaltet "Change My Ways" natürlich eine dramatische Verschiebung über den letzten anderthalb Takten, die direkt von Ravel gestohlen war.

Werden irgendwelche Musikvideos gefilmt werden um ‚One Eye To Morocco' zu unterstützen?

Ich weiß es nicht. Wie alles andere, wenn es einen Bedarf für mich gibt, ein Musikvideo für ‚One Eye To Morocco' zu drehen, dann werde ich so sicher wie nur irgendetwas eines drehen. Ich bin nicht so wild darauf wenn Leute Musik mit ihren Augen hören, aber ich vermute es ist heutzutage ziemlich populär.

Werden Sie touren um ‚One Eye To Morocco' zu unterstützen?

Nein. Im Moment habe ich keine Pläne. Wenn ich Pläne hätte, wären die Pläne nicht für eine Tour als Solche. Mit der Tatsache dass es ziemlich beachtliches Interesse gab, denke ich über etwas nach, aber widerstehe dem Drang für den Moment. Zuerst möchte ich fühlen ob es da Nachfrage dafür gab. Als Zweites bin ich mit Deep Purple sowieso sehr beschäftigt. Wenn ich einen wahnsinnigen Choreographen finden könnte, würde ich gerne eine Big Band Produktion zusammenbringen, die zehn, zwölf, fünfzehn bietet - wie viele auch immer es erfordert um die Nuancen zu erhalten die für diese Art von Musik erforderlich sind.

Andere Dinge von all den Jahren könnten als Teil des Programms eingefügt werden, und ich könnte Dampf ablassen. Ich würde die Musiker im Schatten und ähnlichen Dingen platzieren, da sie nur für eine Weile interessant sind. Die Produktion würde dann einige wirbelnde Derwische bieten, Flamencotänzer, Avantgarde, Jazz und Ballett. Ich meine keine riesige Gesang und Tanzproduktion, sondern etwas Subtileres, das einen kleinen Schnörkel hier und einen kleinen Schnörkel da hat. Es würde etwas zum Ansehen sein, wohingegen wenn es eine unterschiedliche Produktion wäre, man zum Beispiel ein Gitarrensolo ansehen würde. Das könnte interessant anzusehen sein. In diesem Falle jedoch würden diese kleinen Schnörkel nur optische Verzierung der Show hinzufügen. Wenn ich einen Veranstalter finde der bescheuert genug ist die Show zu buchen und zu promoten, und einen Choreographen, dann könnte ich vielleicht sogar eines Tages die Show zusammen bringen. Es müsste jedoch in einem Theater inszeniert sein, da ich die Show nicht sozusagen auf die Straße bringen möchte. Sie würde möglicherweise so viele Nächte in einem Theater inszeniert werden, und darauf folgend so viele Nächte in einem anderen Theater.

Wie halten Sie Ihre Stimmbänder in Form, und stellen sicher dass diese Stimmbänder im Bestzustand für den Liveauftritt sind?

Ich habe gerade versucht diese verdammte Erkältung zu überstehen. Über die letzten paar Wochen in Südamerika war es schwierige Arbeit, da ich zu Tode erstickte (lacht). Es ist jedoch mit anderen Mitgliedern dasselbe. Kürzlich hatte Paicey einige Probleme mit Nierensteinen und hatte eine Operation. Er spielte Schlagzeug mit Schläuchen, und all dem. Für eine Woche oder zwei blutete er da unten, aber er machte kein Aufhebens davon. Steve Morse kam daher mit seinem Handgelenk, das nach einem Motorradunfall gebrochen war. Direkt vor der ersten Show schnitt er den Gips herunter, hielt alle Finger in die Höhe und sagte "Nun, dieser funktioniert, und dieser funktioniert, und mein Daumen funktioniert. Wir werden diese zwei einfach einbinden, und das Solo kurz halten" (lacht). Sie sind ein guter Haufen von Jungs, und sie unterstützen dich. Trotzdem ist es nicht wirklich ein Problem die Stimme in Form zu halten, da es Teil des körperlichen Wesens ist. Es ist nichts, über das ich nachdenke, um ehrlich zu sein.

Sind ältere Titel schwieriger aufzuführen?

Nur einen Titel führe ich nicht mehr auf, und das ist "Child In Time". Ich habe diesen Titel seit ungefähr siebzehn Jahren nicht mehr aufgeführt, aber den aufzuführen brachte mich ohnehin ins Spital, sogar als ich ein Junge war (lacht). Es war mehr ein Olympisches Ereignis als ein Lied. Nein, da ist überhaupt kein Problem mit dem normalen Umfang. Es funktioniert noch immer sehr gut. Titel die von mir verlangen in höhere Bereiche zu gehen, bringen wir, wie "Space Truckin", "Highway Star" und so weiter. Wir spielen diese Titel jede Nacht. Könnten Sie eine Aktualisierung liefern bezüglich der Pläne von Deep Purple für die nächsten paar Monate?

Nun, wir haben Shows gebucht bis Jänner 2010… Ich bin gerade daheim für einen Tag oder zwei um etwas Wäsche zu waschen. Wir werden kleine Gigs für eine Nacht in Brüssel, Berlin und Dubai spielen, und dann werden wir Termine in Japan, Russland und einem Bündel von europäischen Konzerten durchführen. Wir haben Shows gebucht in Südafrika und Nordamerika, ebenso wie eine UK-Tour im November. Dann touren wir durch Frankreich über Weihnachten und Jänner, und weiter geht es.

Gibt es Pläne, ein neunzehntes Deep Purple Studio Album aufzunehmen?

Es gibt keine Pläne, nein. Ich vermute es ist wie mit allem. Wir machen keine Pläne - es wird einfach passieren.

Haben Sie eine Botschaft für die Fans von Deep Purple, und die Fans ihres Solomaterials?

Ja. Genießt es (lacht). Bleibt in Kontakt. Geht auf gillan.com, und kommt auf den neuesten Stand - die Seite bietet all die letzten Neuigkeiten.

Ok, danke für das Interview Ian. Es ist sehr geschätzt.

Immer mit der Ruhe.

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