Columbia - STS 107

Die STS 107 Tagebücher, geschrieben von Kalpana Chawlas Ehemann, JP Harrison, stehen weiter unten zur Verfügung. Sie werden dauerhaft in unseren Archiven zur Verfügung stehen zur Ehrung und als Erinnerung an die Crew. Steve Campbell

Dies erhielten wir von Kalpana, als Antwort für eine Email von Ian (weiter unten veröffentlicht), kurz bevor Columbia verloren ging:

Lieber Ian und Gang,

Vielen Dank für eure Nachricht. Endlich haben wir unsere ‚Weltraumbeine' und wir genießen die Achsen-Übergänge, die großartigen Anblicke, und die Arbeit.

Alles Gute an euch alle.
Kalpana


(wiedergegeben mit Erlaubnis von JP Harrison)

Hallo Kalpana und Mit-Space-Truckers,

Wir haben euren Fortschritt so genau wie möglich aus unserem Aufnahmestudio in Los Angeles verfolgt.

Sich dessen bewusst zu sein dass ihr da droben herumzischt hat eine Extra-Dimension zum Sprudeln in der Luft hier herunten hinzugefügt; Ich werde sicherstellen dass ihr die ersten Kopien der daraus entstehenden CD bekommt.

Weiterhin Erfolg auf eurer Mission, mit besten Grüßen von uns allen in Deep Purple und ebenso vom Caramba Team,

Ian Gillan

STS-107 Caramba Tagebuch 9 - Heil Columbia!

Nach einer extrem erfolgreichen Mission machte sich die Besatzung der "Columbia" fertig, am Morgen des Samstag, des 1. Februar 2001, für die Heimkehr. Ich war am vorigen Nachmittag mit einigen von den anderen Familien und Personal vom Astronaut Office in einem der NASA Jets aus Houston nach Cocoa Beach gereist. Bei Ankunft in Florida checkten wir in unserem Hotel ein, dieses Mal ohne ganz so viel Aufwand bezüglich Sicherheit. Ich schlief relativ früh diese Nacht da ich eine frühe Abfahrt nach Kennedy Space Center am nächsten Morgen erwartete.

Wir fuhren nach Kennedy Space Center um etwa 07:00 am Samstag ab. Während der Fahrt zum Shuttle Landeplatz war die Stimmung gut da wir erwarteten mit unseren jeweiligen Ehefrauen oder Ehemännern wiedervereint zu sein - und den anderen Besatzungsmitgliedern - alle waren liebe Freunde. Wir kamen bei den Aussichtstribünen an und nahmen alle Positionen in Anspruch die die beste Aussicht boten, wonach ich schnell wegging um schnell einen Imbiss aus Kaffee und einem Frühstück zu bekommen. Ebenso wie für den Start zwei Wochen früher hatten wir perfektes Wetter für die Landung.

Mein Versuch, den Bereich der für die Familien der Besatzung reserviert war, wieder zu betreten war in Frage gestellt, da ich meinen Ausweis nicht bei mir hatte, aber vielleicht ebenso weil mein langes Haar gezopft und mit Perlen verziert war, eine Gefälligkeit meiner Nichten, in welchem Zustand ich, mit der Beifügung von verschiedenen Haarfarben die nach der Landung des Shuttles hinzugefügt werden sollten, ich Kalpana nach der Landung im Quartier der Besatzung treffen wollte.

Lautsprecher im Aussichtsbereich übertrugen live den Kommunikationsverkehr zwischen Mission Control und "Columbia". Unmittelbar vor 09:00 wurde ich etwas munterer weil ein Kommunikationstestruf an die "Columbia" nicht beantwortet wurde. Dies ist als solches kein Grund für Besorgnis weil, wie meine lange Erfahrung als Fluglehrer bewies, es jede Menge an harmlosen Gründen geben kann, einen Funkspruch zu verpassen. Wiederholte Rufe blieben unbeantwortet. Auch dies ist als solches kein Grund für Alarm weil ein genereller Ausfall im Funksystem hätte vorgefallen sein können. Ungefähr zwei Minuten vor dem Touchdown hörte ich nicht die erwarteten zweifachen Schallknalle wenn das Shuttle über uns flog. Dann wurde ich darauf aufmerksam dass eine Anzahl an Anzuggekleideten mit Handys an ihren Ohren den angrenzenden Aussichtsbereich en Masse verließen. Ich saß auf der Bank als mir bewusst wurde dass etwas ernsthaft fehlte. Wenn das Shuttle einmal den Vorgang des Wiedereintritts beginnt kann es nirgendwo anders auf der Welt hingehen als zum geplanten Aufsetzpunkt. Die Zeit verging, ein "Shuttle Notstand" wurde erklärt und alle Besatzungsfamilien wurden in die Quartiere der Besatzung gebracht.

Wir wurden in den Quartieren der Besatzung in Empfang genommen von NASA Offiziellen einschließlich Sean O'Keefe, Bill Readdy, Bob Cabana, Kent Rominger und anderen, die uns so gut sie konnten die Fakten präsentierten. Präsident Bush nahm sich großzügigerweise die Zeit uns anzurufen. Wir alle entschieden so schnell wie möglich nach Houston zurückzukehren und kamen dort später am selben Nachmittag an.

Seit der Unfall passiert ist haben die Familien der Besatzung unzählige Botschaften der Liebe und Unterstützung von überall auf der Welt erhalten. Diese alle sind sehr geschätzt. Es muss darauf hingewiesen werden dass die NASA keine gesichtslose Regierungsbürokratie ist, sondern mit Menschen besetzt ist die Teil des Weltraumprogramms sein wollen und die ihre Arbeit lieben. Der Schock vom Verlust der "Columbia" hat sie ebenso getroffen wie er die unmittelbaren Familien der Besatzung und deren Freunde getroffen hat. Das Astronaut Office im Johnson Space Center und die umgebende Gemeinde haben alles in ihrer Macht stehende getan um Unterstützung für die Familien der Besatzung zu gewährleisten; wir können nach nicht mehr verlangen.

Der ursprüngliche Schock hat nachgelassen, unter der Hilfe eines permanenten Stromes an zubereiteten Mahlzeiten, Freunden die aus weit entfernten Plätzen ankommen, und den allgegenwärtigen Kontakten zum Astronaut Office. Intellektuell erkennen wir alle was passiert ist; emotionell kann noch keiner von uns die Punkte verbinden. Wir alle finden Trost darin dass die Besatzung das tat was sie liebten zusammen mit Leuten die sie liebten und respektierten. Als das Ende kam war es augenblicklich.

Ich möchte meinen von Herzen empfundenen Dank und den von Kalpanas Familie an alle auf der Welt ausdrücken für ihre Liebe und ihre Unterstützung. Die Erforschung des Weltalls wird weitergehen weil menschliche Wesen nicht widerstehen können, hinter den nächsten Horizont zu sehen. Die beste Art für jedermann, die Besatzung der "Columbia" zu ehren ist, so gut sie können die Talente zu entwickeln die Gott ihnen gegeben hat - und erinnert euch - Ausdauer setzt sich immer durch.

Ich selber und Kalpanas Familie haben die "Montsu" Stiftung für Erziehung und Umwelt gegründet. "Montsu" ist Kalpanas Familienname. Der erste Zweck der Stiftung ist es, die Universitätsausbildung von gescheiten jungen Männern und Frauen zu sponsern deren einziges Hindernis ein Mangel an Mitteln ist - oder Wege um solche Mittel zu erlangen. Die Förderung steht jedem überall in der Welt offen. Bevor sie auf die Mission ging hat Kalpana Mittel zurückgelassen um die Kosten für einen brillanten jungen Mann zu bezahlen der jetzt an der Universität von Südafrika inskribiert ist. Das zweite Ziel der Stiftung ist es, natürliche Umwelt zu erwerben und zu bewahren, zum Beispiel Land zu kaufen das von Zugvögeln während ihrer Aufenthalte benützt wird. Kalpana war eine eifrige Vogelbeobachterin und genoss es sehr, Vogelschutzgebiete entlang der südtexanischen Küste im Frühling und Sommer zu besuchen.

Bitte schicken Sie Beiträge welcher Art an Montsu, PO Box 58937, Houston, TX 77258, USA.

Eine große Dankesschuld geht an Ian Gillan und Steve Campbell dafür, dass sie mir gestattet haben diese STS-107 Updates zu posten. Ich hoffe ihr habt es ebenso genossen sie zu lesen wie ich es genossen habe sie zu schreiben.

Jean-Pierre Harrison

Commander Husband
Commander
Rick D Husband
Pilot
William C McCool
Payload Commander
Michael P Anderson
Mission Specialist
Kalpana Chawla
Mission Specialist
Laurel B Clark
Payload Specialist
Ilan Ramon
Mission Specialist
David M Brown

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